DEZENTRALES ABWASSERMANAGEMENT IN BULGARIEN - PILOTPROJEKT ZUR IDENTIFIZIERUNG VON DREI ORTSCHAFTEN MIT UNTER 2 000 EW (CHERNICHENE, POLENA UND POLETO)

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DEZENTRALES ABWASSERMANAGEMENT IN BULGARIEN - PILOTPROJEKT ZUR IDENTIFIZIERUNG VON DREI ORTSCHAFTEN MIT UNTER 2 000 EW (CHERNICHENE, POLENA UND POLETO)

Auftraggeber / Empfänger: Ingenieurkammer – Hessen (IngKH), Deutschland
Zeitraum: 07/2010 – 11/2010

Projektbeschreibung:
2005-2006 wurde unter der Leitung des Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Hessen – Deutschland das Twinning Projekt “WFD-Danube-Bulgaria” BG2003/IB/EN/02 auf dem Gebiet der Abwasserreinigung. Das Projektergebnis zeigte, dass praktisch das Abwasser der kleinen Ortschaften (≤ 2000 EW) auch einen wesentlichen Beitrag für die Belastung der Wasserkörper mit Verschmutzungen hat. Dieses Problem ist heute noch für die bulgarischen Gemeinden mit Ortschaften mit weniger als 2000 EW aktuell, da bei vielen dieser Ortschaften das Kanalisationsnetz noch ein ungelöstes Problem darstellt und es wird keine nachfolgende Abwasserreinigung durchgeführt.

Auf dieser Grundlage ist dieses Projekt einerseits eine Fortsetzung und Weiterentwicklung des Twinning-Projekts, indem eine Pilotregion aus drei Ortschaften für den Nachweis der Projektergebnisse festgelegt wird, und andererseits ist das Projekt die nächste Phase des Projekts „Anwendung der dezentralen Abwasserreinigung in Bulgarien“, das von der Ingenieurkammer – Hesse (IngKH) in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), KIIP-Sofia Stadt und UASAG – Sofia finanziert und geleitet wurde.

Im Rahmen des Projekts wurden unterschiedliche technologische Schemata geprüft, um ihre Effizienz und die Anwendbarkeit zu vergleichen, z.B.: konventionelle modulare Kläranlagen mit modifizierten künstlichen Feuchtzonen u. a.

Leistungsbeschreibung:

  • Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für die Dörfer Chernichene, Polena und Poleto umfasst:
    – Prüfung des Ostzustandes
    – Rechtliche Analyse
    – Klima- und Wetterdaten für die Region der Ortschaft.
    – Daten über den Istzustand und die Projektanforderungen über die Raumordnung auf dem Ortschaftsgelände.
    – Investitionsbedarf;
    – Klärung des Investitionsvorhabens und Beschreibung der geplanten Tätigkeiten.
    – Begründung der sozialen Zweckmäßigkeit und Effizienz der Investitionsinitiative;
    – Die Erkundungen für die Feststellung lokaler Produktionsstätten für die Förderung und Lieferung von Baumaterial an der Baustelle.
    – Erkundungen zum Potential von Geländen mit besonderem und vorbeugendem Raumordnungsschutz der Naturschutzgebiete und der Objekte des kulturhistorischen Erben
    – Ingenieurerkundungen, einschl. der geodätischen Aufnahme von Baustellen für eine Kläranlage und Trassen der Sammler, geologische, geotechnische und hydrogeologische Erkundungen
    – Wasserleitungsnetz – Istzustand
    – Kanalisationsnetz – Istzustand
    – Kläranlagen; Identifizieren möglicher Agglomerationen; Technologische Schemata – Varianten; Bemessung;
    – Erstellen eines LVs; Bestimmen des Selbstkostenpreises von 1 м3 gereinigten Wassers; Vorschlag für die Auswahl von Varianten;
    – Entwurf für einen Zeitplan für die Ausführung der vorgesehenen Projektaktivitäten.

Projektinvestitionen: 2 780 400 € (zzgl. MwSt.)